Vielleicht läßt man jetzt einmal das zwanzigjährige Geschwätz fallen und nähert sich beiden Abhandlungen, die unbeholfen genug noch bleiben, mit anderen Augen.
Vielleicht kommt man darauf, daß ein Mitdenken nur möglich ist, wenn man dem vorgedachten Gedachten in der entsprechenden Weise vordenkt, statt Einwände vorzubringen, die schon ihrer Herkunft nach hinter dem hier Zu-Denkenden zurückbleiben und alles nur in das Bisherige zurückzerren.
Wenn das Seyn, der Unter-Schied der Vergessenheit, so wesenhaft
die Stille, das Wirkungslose, ist, so fern dem gewohnten Denken
als die Nähe selber allem Zunächst, wie soll dann der Mensch
dazu gebracht werden, ohne daß wir ihn stoßen und treiben? Ist
die ses Bringen die Sache des Denkens? Nein, insofern Denken
nur Tätigkeit eines Subjektes bleibt; ja, insofern Denken, ereignet,
schonend die Freye, in das Ereignis gehört.
Das Denken ist die Sage des Unterschieds der Vergessenheit und deshalb die Sage der Kehre in ihr.
Wenn das Denken nicht mehr das Allgemeine (Ἕν) vorstellt, kann es auch nicht mehr zur vermeintlichen Verdeutlichung nach dem Besonderen trachten.
Es sagt die Nähe.
Nahe fernt; nähert, indem sie fernt; Enteignis.
Das Wesen der Nähe beruht in der Welt.
Gang in die Nähe: Erfahren: die Welt Erfahren die Pfade der Welt.
Nahe naht, indem sie nähert. Nähern: nahe bringen, aber in der Weise, daß sie in die Ferne, durch und über sie, aus ihr zurückbringt —
Sie kehrt das Gefernte zurück und ein in die Stille.